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Denpasar

Badung

Breite Unterstützung für Neue Gentechnik

Historische EU-Kampagne „Give genes a chance!“ – Über 1.000 Wissenschaftler demonstrieren in 14 Ländern für die Gentechnik

Europa, Dienstag, 6. Februar. Mit beispiellosen Demonstrationen haben mehr als 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 14 europäischen Ländern auf dem ganzen Kontinent die Abgeordneten des Europaparlaments aufgefordert, sich bei der morgigen entscheidenden Abstimmung im EU-Parlament für die Neue Gentechnik (NGT) einzusetzen.

Die Demonstranten von 29 europäischen Universitäten argumentieren, dass die Gen-Editierungstechnologie Pflanzen hervorbringen wird, die weniger Pestizide verbrauchen und widerstandsfähiger gegen Krankheiten und den Klimawandel sein werden – aber nur, wenn Wissenschaftler und Pflanzenzüchter sie außerhalb des Labors einsetzen dürfen.

Zu dem seltenen Beispiel von Aktivismus aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft kommt es, nachdem 37 Nobelpreisträger und über 1.500 Wissenschaftler im letzten Monat an die Mitglieder des Europäischen Parlaments geschrieben und sie angesichts einer heftigen Kampagne von Anti-Gentechnik-Aktivisten aufgefordert hatten, »die dunkle Seite der Anti-Wissenschafts-Angstmacherei zurückzuweisen«.

»Hier geht es im Wesentlichen darum, ob Europa den Wissenschaftlern vertraut oder nicht«, sagt Dr. Hidde Boersma PHD, ein niederländischer Mikrobiologe und Sprecher von WePlanet, der die Kampagne koordinierte. »Die wissenschaftliche Gemeinschaft ist sich mit überwältigender Mehrheit einig in der Unterstützung von NGT und steht bereit, sie einzusetzen, um den Einsatz von Pestiziden drastisch zu reduzieren, flächeneffiziente Hochertragskulturen zu schaffen und Milliarden von Euro an Wirtschaftswachstum freizusetzen. Es ist an der Zeit, dem Aberglauben eine Absage zu erteilen und an die jungen Wissenschaftler in Europa zu glauben.«

Mit Transparenten wie „Unterstützt die Wissenschaft, unterstützt die NGT!“ und „Gebt den Genen eine Chance!“ nahmen insgesamt 1002 Professoren und Forscher aus 29 Universitäten teil. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Universitäten finden Sie hier. Um die Abstimmung zugunsten von NGT zu beeinflussen, markierten die Teilnehmer unentschlossene Mitglieder des Europäischen Parlaments auf X (ehemals Twitter) und wandten sich den ganzen Tag über in einer Massen-E-Mail-Kampagne an ihre lokalen Abgeordneten im Europaparlament.

Die Aktion wurde von WePlanet koordiniert, einer internationalen öko-humanistischen Nichtregierungsorganisation, die sich auch für Kernenergie, zellulare Landwirtschaft und Renaturierung großer Gebiete in Europa einsetzt.

Joel Scott-Halkes, Kampagnendirektor von WePlanet, sagt: »Wir sind überwältigt von dieser Demonstration der Unterstützung für NGT durch die wissenschaftliche Gemeinschaft. Die Tatsache, dass über 1.000 Wissenschaftler aus 14 Ländern an einem Tag koordinierte Maßnahmen ergriffen haben, ist ein historisches Beispiel für das Engagement der Wissenschaftler für eine nachhaltigere Zukunft. Hoffen wir, dass die Mitglieder des Europäischen Parlaments dieses Engagement bei ihrer morgigen Abstimmung teilen!«

Hintergrundinformationen:

  • Die bemerkenswerteste neue Gentechnik, die zur Debatte steht, ist CRISPR-cas9, auch bekannt als „Genschere“. Im Gegensatz zu herkömmlichen genetisch veränderten Organsimen wird bei dieser Technik keine DNA aus anderen Organismen „importiert“, sondern Teile des eigenen Genoms des Organismus „bearbeitet“, um erwünschte Eigenschaften zu erhalten.
  • Die Abstimmung findet am 7. Februar im Straßburger Plenum statt, die zugehörige Debatte am Nachmittag des 6. Februar. Dabei geht es um einen Vorschlag der EU-Kommission, die Vorschriften für NGT zu lockern. Im Vereinigten Königreich wurde nach dem Brexit ein ähnliches Gesetz verabschiedet und NGT so legalisiert.
  • Der von 37 Nobelpreisträgern und über 1.500 Wissenschaftlern unterzeichnete offene Brief kann hier in voller Länge nachgelesen werden.
  • WePlanet wird ausschließlich aus Spenden finanziert und unterhält keine Verbindungen, Finanzierungen oder Partnerschaften mit der Industrie. Unsere Transparenzerklärung finden Sie hier.
  • Einem kürzlich erschienenen Bericht zufolge könnte durch die Ablehnung neuer Gentechniken in Europa ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von bis zu 3 Billionen Euro an entgangenen wirtschaftlichen Möglichkeiten entstehen.

Pressemitteilung im englischen Original hier.

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