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35 Nobelpreisträger fordern Europaabgeordnete auf, Neue Genomische Techniken zu unterstützen

Brüssel, Freitag, 19. Januar. 35 Nobelpreisträger und über 1.000 europäische Wissenschaftler haben heute in einem offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments appelliert, „die Dunkelheit wissenschaftsfeindlicher Panikmache zurückzuweisen“ und bei einer wichtigen bevorstehenden Abstimmung für die Neuen Genomischen Techniken (NGT) zu stimmen.

Der von der Umwelt-NGO WePlanet (ehemals RePlanet) koordinierte Brief kommt nur wenige Tage bevor der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (ENVI) über einen Vorschlag der Kommission abstimmt, NGTs von den strengen europäischen Vorschriften für Gentechnik auszunehmen.

Das Plädoyer wurde unter anderem von der Biochemikerin Prof. Emmanuelle Charpentier und der Mikrobiologin Prof. Jennifer Doudna unterzeichnet. Beide erhielten im Jahr 2020 für ihre bahnbrechende Entdeckung von CRISPR-cas9 – der Gen-Editierungstechnik, die im Mittelpunkt der NGT-Debatte steht – gemeinsam den Nobelpreis für Chemie. Das Verfahren gilt als einer der bedeutendsten Durchbrüche in der Geschichte der Biologie. Zu den weiteren Unterzeichnern gehören die weltberühmten Autoren Steven Pinker und Peter Singer.

Die Unterzeichner argumentieren, CRISPR-cas9 habe in der Pflanzenzüchtung das Potenzial, den Einsatz von Pestiziden und Dünger in der Landwirtschaft drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die Ernährungssicherheit durch das Schaffen klimaresistenter Pflanzensorten zu erhöhen.

Die CRISPR-Cas-Entdeckerinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna sowie renommierte Autoren wie Steven Pinker und Peter Singer stehen an der Spitze von mehr als 1.000 Unterzeichnern, die die Legalisierung der NGT für den Einsatz in Europa fordern.

 

„NGT bieten ein großes Potenzial für nachhaltige Landwirtschaft, verbesserte Ernährungssicherheit und innovative medizinische Lösungen“, so die Unterzeichner. „Wir ermutigen Sie daher, sich an die Seite der überwältigenden Mehrheit der Landwirte und echten Experten zu stellen und gegen die reflexhaften Anti-Wissenschafts-Lobbyisten in der Brüsseler Blase. Wir bitten Sie inständig, für die NGT zu stimmen.“

Wird das Potenzial der NGT nicht ausgeschöpft, drohen auch erhebliche Folgekosten, so die Unterzeichner. Insgesamt könnte eine falsche Weichenstellung „die europäische Wirtschaft jährlich 300 Milliarden Euro an ‚entgangenen Nutzen‘ in verschiedenen Sektoren kosten“. [1]

Alle Augen richten sich nun auf die für den 24. Januar geplante Abstimmung im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI). Nimmt der Ausschuss den vorliegenden Antrag an, dürfte am 5. Februar die Abstimmung im Plenum des Straßburger Parlaments folgen. Es wird erwartet, dass an diesem Tag Dutzende von Aktivisten des internationalen WePlanet-Netzwerks – darunter junge Wissenschaftler und Landwirte – vor dem Parlament für die NGTs demonstrieren werden.

Dr. Hidde Boersma, der niederländische Mikrobiologe, der den Brief koordiniert hat, sagt: „Die Abstimmung über die NGT ist ein bedeutender Moment für das Europäische Parlament. Werden die Abgeordneten sich Rationalität und Optimismus zu eigen machen oder der wissenschaftsfeindlichen Angstmacherei einer schlecht informierten Minderheit nachgeben? Mehr denn je ist es jetzt an der Zeit, sich den Optimismus zu eigen zu machen, für den Europas junge Wissenschaftler und Landwirte stehen.“

Wissenschaftsfeindliche Panikmache – Aktivisten versammeln sich in Brüssel, um gegen Neue Genomische Techniken zu protestieren.

LESEN SIE DEN VOLLSTÄNDIGEN BRIEF UND DIE LISTE DER UNTERZEICHNER HIER

Über WePlanet

WePlanet (ehemals RePlanet) ist eine neue, ausschließlich spendenfinanzierte globale Umwelt-NGO mit Aktivisten in 15 verschiedenen Ländern in Europa, Afrika und dem asiatisch-pazifischen Raum. WePlanet ist unter den Umwelt-NGOs einzigartig, weil sie den Einsatz von Technologien wie Kernkraft, zellulare Landwirtschaft und Gen-Editierung fördert. Zu ihren Zielen gehören die Renaturierung von 50 bis 75 % Europas, die Abschaffung der Tierhaltung, die Wiederabkühlung des Klimas und Energiewohlstand auch im globalen Süden.

www.weplanet.org // joel.scotthalkes@weplanet.org +44(0)7932362099

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